Digitalisierung von analogen Daten einer Netzwerkinfrastruktur (NIS)

In der Vergangenheit wurden Raumdaten sowie Karten und Pläne auf analoge Weise dargestellt, heutzutage verlangen die meisten Anwendungen und die raschen technologischen Entwicklungen, dass in kürzester Zeit auf digitale Daten zugegriffen werden kann. Unter der Digitalisierung von Raumdaten versteht man die sogenannte Vektorisierung von Rastergrafiken oder von originalen, vor Ort erhobenen Messdaten. Diese Art der Digitalisierung wird in der Regel als Untervorgang für eine GIS-Darstellung (Geografisches Informationssystem) verwendet. Die digitalen Raumdaten sind ein Teil eines komplexen Systems, zu dem auch die Datenbasis an sich gehört. Die Datenbasis dient dazu die tatsächlichen Raumdaten näher zu definieren.

Gas-, Wasser- und die Stromlieferanten, Telekommunikationsunternehmen sowie viele andere Firmen, haben heute ein großes Interesse daran, ihre Netzwerke und die dazugehörende Infrastrukturen zu digitalisieren. Dies mit dem Ziel effizienter planen, analysieren und ihre Systeme optimieren zu können. Ebenso um die Ursachen eines eventuell anfallenden Problems schneller entdecken und die optimalen Lösungen für dessen Behebung finden zu können. Solche Informationssysteme werden Network Information Systems oder kurz NIS genannt.

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Digitaler Katasterplan

Die staatlichen Leitungs – und Immobilienkataster haben heute oft die Digitalisierung ihrer vorhandenen Daten als strategisches Ziel. Die Digitalisierung dieser Daten ist in vielen Fällen die Basis für eine beschleunigte dynamische, technologische und wirtschaftliche Entwicklung so wie sie in den hoch entwickelten Ländern zu sehen ist.

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Bearbeitung von Satellitenaufnahmen

Hochauflösende Satellitenaufnahmen sind heutzutage qualitativ so gut, dass die Genauigkeit dieser Bilder für die meisten Bedürfnisse vollkommend ausreichend ist. Der günstige Preis der Bilder ermöglicht es, für ein breites Spektrum potentieller Kunden schnell und zuverlässig aktuelle Raumdaten und Informationen zur Verfügung zu stellen. Sogenannte QuickBird Satellitenaufnahmen mit einer Auflösung von nur 60 cm auf der Erdoberfläche haben heutzutage die größte Anwendbarkeit für die kommerzielle Nutzung. QuickBird Satellitenaufnahmen ermöglichen ein breites Aufnahmespektrum mit sehr guter Auflösung und benötigen trotzdem nicht allzu viel Speicherplatz beim Benutzer. Die Nutzung solcher Satellitenaufnahmen ist dementsprechend vielseitig.

Bei der Bestellung solcher Daten erhalten lokale Behörden für die kommenden Jahre ein automatisches Update der Daten ohne zusätzliche Kosten.

Dieses Produkt kann in folgenden Bereichen eingesetzt werden:

  • Detektion von neuerstellten Objekten
  • Erstellen von urbanen Stadtentwicklungsplänen
  • Erstellen von Karten und Plänen
  • Immobilienmarkt, Darstellung der Lokalität usw.

Produktion von Orthophotokarten

Mit digitalen Orthophotos wird die Topographie der Erdoberfläche in der orthogonalen Projektion dargestellt. Orthophotos werden normalerweise in den folgenden Maßstäben hergestellt und verwendet: 1/1000, 1/2000, 1/5000.
Die Vorteile gegenüber klassischen Vektorkarten bestehen darin, dass die Herstellung von Orthophotos schneller, detaillierter und oft günstiger ist.

Erstellung digitaler Geländemodelle

Das digitale Geländemodell (engl. digital terrain model) ist eine digitale Darstellung der natürlichen Erdoberfläche. Es besteht aus regelmäßig oder unregelmäßig verteilten Geländepunkten, welche die Höhenstruktur des Geländes hinreichend abbilden – optional ergänzt durch morphologische Strukturelemente (z.B. Geländekanten oder markante Höhenpunkte). Das digitale Geländemodell besteht aus den Daten eines unregelmäßigen Dreiecksnetzes (engl. Triangulated Irregular Network, TIN). Um eine Oberfläche zu erhalten werden die Massenpunkte dazu dreiecksvermascht und somit eine Netzstruktur geschaffen: Durch Triangulation dieser Stützpunkte des Modells werden Kanten erzeugt und die durch die Kanten begrenzten Dreiecke mit einer Flächenfüllung versehen.

Ein digitales Höhenmodell (engl. digital elevation model) beinhaltet Daten über die Erdoberfläche und wird oft grid data structure genannt. Es existieren verschiedene Möglichkeiten für die Darstellung eines digitalen Geländemodells, je nachdem wie und wo es verwendet werden soll. Eine Möglichkeit besteht darin, dass verschiedene Höhen mit unterschiedlichen Farben dargestellt werden. Damit erzeugt man eine plastische, dreidimensionale Ansicht der Erdoberfläche.

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